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...bin wie ein Blinder, der das Sehn' sucht...

Dieser Blog ist für dich, ungewiss ob du ihn je lesen wirst, nicht sicher ob du der bist, von dem ich annehme, der du bist, keineswegs in der Annahme dass du ihn mögen wirst und kein bisschen davon überzeugt, dass er irgendwas bewirkt.
 
Bewirken, dieses Wort enthält in diesem Kontext die Notwendigkeit es zu definieren. Eine Handlung hervorrufen? Nein; einen Gedanken gebären? Auch nicht; verborgene Fragen freischaufeln? Ja..vielleicht.
 
Sind diese Gedanken wirklich nur für dich? Oder doch eher für mich? Oder für uns? Ein "uns" was lediglich in dieser Relation erhalten geblieben ist; der unsichtbaren Verbindung der Erinnerung. Dem Versuch zu verstehen? Zu analysieren? Nein...dem Versuch...bedingungslos zu lieben.
 
 
4.10.08 16:50


Mein lieber Brieffreund, der du mir nie antworten wirst...

...wer bist du? Was macht dich aus? Wie siehst du dich? Was lässt du zu und was nicht? Und vor allem... wo willst du dich sehen im nächsten Jahrzehnt? Und wo siehst du dich?

Schalte deine Musik aus, dämm das Licht...kannst du die Ruhe ertragen? Was macht die Stille mit dir? Kannst du dich ertragen?

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Ich sitze hier und sollte es nicht, physisch betrachtet, sowie psychsisch... ich habe Kopfschmerzen, die mich fast um den Verstand gebracht haben und ich hatte dich schon fast vergessen, was mir den Verstand zurückgebracht hatte... Was also zwingt mich dazu hier Worte in den leeren Raum zu tippen? Zwingen ist auf jeden Fall das richtige Wort, alles in mir sträubt sich dagegen das zu tun, ich bin wie ferngesteuert... wer sitzt an den Strippen? Die Erinnerung? Das Schönreden? ...das Schicksal?

Stundenlang hab ich mit hämmerndem Kopf und mehreren hochdosierten Schmerzmitteln intus über Fachbüchern gehockt, von denen ich vielleicht zwei Drittel verstehe, optimistisch betrachtet.

Unter dem Einfluss natürlicher, bewusstseinsverändernden Substanzen habe ich gestern festgestellt, dass deine Abwesenheit in meinem Raum sichtbar ist. Seltsam, nüchtern betrachtet fällt mir das nicht auf, aber gestern habe ich es gespürt, der Raum wirkte leer und kalt. Sicher, ich könnte ihn füllen, aber das wäre lediglich ein Ersatz und kein Original. Kann man Abwesenheit sehen? Ist Leere sichtbar? Seit gestern behaupte ich; ja, defintiv.

Was machst du gerade, mein "Brieffreund"? Mein kleiner Vogel...wohin fliegst du? Genießt du die oberflächliche Tiefgründigkeit oder versuchst du die wahre, die immer unumgänglich mit Schmerzen und Allein-sich-selbst-spüren verflochten ist, zu finden?

Werde ich dich jemals wieder sehen? Begegnet man sich im Leben wirklich immer zweimal? Wie wird die unsere aussehen? [Begegnung impliziert mehr als das bloße betrachten.]

Mein kleiner Vogel, wirst du mir von deiner Weltreise mal einen Gruß senden?  

 

 

5.10.08 18:48


liebster unbekannter bekannter,...

...ich hoffe es geht Ihnen gut :-)

Ich höre grade ein interessantes Lied, irgendein Mix zwischen afrikanischen Gesängen und DnB, während ich leckere selbst gemachte Blechkartoffeln (meine Spezialität) esse. Weißt du, was mir neulich passiert ist? Ich war bei meinen Eltern zu Besuch und deren Auto befindet sich momentan in der Werkstatt und deswegen hatte ein (reicher) Arbeitskollege meines Vaters ihm einen riesigen, weisen Porsche ausgeliehen.. ich durfte Probefahren.. ohne meinen Vater, lediglich A. saß neben mir. Schön vorsichtig und ab und zu aufs Gas drückend bin ich also pransend in der Gegend rumgekurvt und dann kam was kommen musste, plötzlich befand ich mich in einer superengen Straße..beinnahe am Ende dieser hörte ich plötzlich ein Schrammen..oh gott, was bin ich panisch geworden..erst mal schick für Fahrerflucht entschieden, bei der nächstbesten Gelegenheit gehalten und nachgeschaut! Zum Glück war kein einziger Kratzer zu finden... ;-)

Das Training kann ich zum Glück relativ reglmäßig weiterführen, ohne dass mir das Studium einen Strich durch die Rechnung macht. Wir basteln grad an einem neuen Programm und sollen Musik vorschlagen. Da das ganze in Richtung Mystik abzielen wird, werde ich wohl mal <aurora> mitbringen... kennst du das Set noch? Das so schön ruhig anfängt mit so einer wellenförmigen Melodie und danach dieser Sprachgesang von dem Mann folgt in der fremden Sprache..

Bei den interkulturellen Tagen war ich mal wieder für <U> arbeiten, die fanden diesmal in der Neustadt statt. War sehr schön, ehrlich, vielleicht warst du ja an einem der Tage dort? Kann ich dir nur für das nächste Jahr empfehlen, viele Kulturen, viele interessanten Stände. Wäre daraufhin fast nach Düsseldorf gefahren, zum Frauenpolitischen Ratschlag in Vorbereitung auf die Weltfrauenkonferenz 2011. Hat leider nicht geklappt, weil es wäre zu teuer gewesen (sowohl Zug als auch Benzin) und Mitfahrgelegenheiten gab es an dem Tag nicht. :-( Nunja, eine Frau, die ich kenne gelernt habe wird mich wohl zu ihrer Nachbesprechung/Auswertung hier in <D> einladen. Ist zwar kein Ersatz, aber besser als nichts.

Oh und noch was erfreuliches zum Schluss, es haben doch wirklich Leute für 25€ eine unserer Ketten in der Gallerie gekauft. A propos Gallerie, diese wird aufgelöst, weil sich das Besitzerpaar getrennt hat; aber sie geht an ebenfalls Bekannte die daraus eine "Buchbar" machen. War neulich mit, sieht sehr vielverprechend aus. Die Bar wird komplett aus alten Büchern gebaut und ein dazugehöriger Kellerraum wird wohl auch noch umgestaltet. Die Räume wird man auch buchen können, daher der Name.

So ich werde jetzt langsam schlafen gehen, wenn ich diese Tätigkeit morgen nicht bei der Vorlesung nachholen möchte (kleiner Tipp: Thermoskanne spart Geld und hält die Augen auf).

 

Mein kleiner Vogel,

du fehlst mir.

 

 

 

5.10.08 23:12


...schlaflos...

Hey mein lieber Freund,

ich kann einfach nicht mehr schlafen, die letzte halbe stunde habe ich es versucht, aber es geht nicht mehr, du hämmerst in meinen kopf mit einem großen schlagbohrer, wie mir scheint...

wirst du mir jemals sagen können <meine liebe cherie, es tut mir leid was ich dir angetan habe. ich erinnere mich an die minuten nach unserem ersten mal, wo du geweint hast vor angst ich könnte dich verletzten. ich erinnere mich, wie schwer es dir gefallen ist vertrauen aufzubauen, in die menschheit, in mich. es tut mir leid, dass ich genau in dem moment, in dem du es geschafft hattest, dir den dolch ins herz gebohrt habe. meine liebe cherie, es tut mir leid.> ?

 

 

6.10.08 07:51


Max Frisch (1946) - Du sollst dir kein Bildnis machen

Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am mindesten aussagen können , wie er sei. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu folgen in allen seinen möglichen Entfaltungen. Wir wissen, dass jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass auch dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis. Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, dass wir mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertig werden: weil wir sie lieben, solange wir sie lieben. Man höre bloß die Dichter, wenn sie lieben; sie tappen nach Vergleichen, als wären sie betrunken, sie greifen nach allen Dingen im All, nach Blumen und Tieren, nach Wolken, nach Sternen und Meeren. Warum? So wie das All, wie Gottes unerschöpfliche Geräumigkeit, schrankenlos, alles Möglichen voll, aller Geheimnisse voll, unfassbar ist der Mensch, den man liebt-

Nur die Liebe erträgt ihn so.

Unsere Meinung , dass wir das andere kennen, ist das Ende der Liebe, jedesmal, aber Ursache und Wirkung liegen vielleicht anders, als wir anzunehmen versucht sind - nicht weil wir das Andere kennen, geht unsere Liebe zu Ende, sondern umgekehrt: weil unsere Liebe zu Ende geht, weil ihre Kraft sich erschöpft hat, darum ist der Mensch fertig für uns. Er muss es sein. Wir können nicht mehr! Wir kündigen ihm die Bereitschaft, auf weitere Verwandlungen einzugehen. Wir verweigern ihm den Anspruch alles Lebendigen, das unfassbar bleibt, und zugleich sind wir verwundert und enttäuscht, das unser Verhältnis nicht mehr lebendig sei. "Du bist nicht", sagt der Enttäuschte oder die Enttäuschte, "wofür ich dich gehalten habe."

Und wofür hat man sich denn gehalten?

Für ein Geheimnis, das der Mensch ja immerhin ist, ein erregendes Rätsel, das auszuhalten wir müde geworden sind. Man macht sich ein Bildnis. Das ist das Lieblose, der Verrat.
6.10.08 22:00


...kein weg zurück

seltsam, jetzt habe ich all meine sachen zurück und wir werden uns nie wieder sehen. ein komisches gefühl... zum einem erleichternd, zum anderen sehr schade...
7.10.08 13:40


ambivalent.

manchmal, wie in diesem moment beispielsweise, glaube ich, ich könnte nie wieder auch nur ein wort mit dir sprechen...und vielleicht ist es ja auch so. mal abgesehen von dieser tour die du dir geleistet hast, dir ausgerechnet so eine als ersatz zu nehmen, dass ist doch lächerlich. du hast sie mir selbst als häßlich beschrieben. aber gut, du fandest auch den bunker mal total zum kotzen und jetzt rennst du jedes wochenende wieder hin...auch mittelalter war dein größter graus und plötzlich gehts ab zum mittelalterfest.

hast du mich belogen oder belügst du dich selbst? eigentlich ist das eine rethorische frage...

manchmal glaube ich fast, ich hasse dich.

ob du es je schaffen wirst, dieses muster zu durchbrechen? zu akzeptieren, dass zum leben und zu jeder einzelnen nuance auch tiefphasen gehören? und vor allem, vor allem zur liebe... du bist wie ein physiker, der versucht den wechselstrom zu glätten...

ja, ich denke, vll ist alles besser so, wie es gekommen ist, ich hätte weder deine therapeuthin sein können, noch die, die alles so akzeptiert.

tut mir leid, mein kleiner vogel, aber ich bin so ambivalent in bezug auf dich, ich liebe und ich hasse dich zugleich...

zarthart...

7.10.08 22:56


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